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Hochtourenwochenende Franz-Senn-Hütte

Steffen Wolf

09.07.2023

Sommer-Hochtouren in den Stubaier Alpen? Geht das denn überhaupt noch?

Wenn man lange, anspruchsvolle Zustiege zu den Gletschern und anspruchsvolle Übergänge in Kauf nimmt: Ja.

So machten wir uns zu siebt bei wunderschönem Wetter von Seduck auf zur Franz-Senn-Hütte und zwar über den Stubaier Höhenweg und die Seducker Hochalm.

Für den Samstag war dann die Besteigung der Ruderhofspitze geplant, mit 3474m der viert-höchste Berg der Gebirgsgruppe. Nach dem Thermofrühstück um vier Uhr stiegen wir durch das lange Alpeiner Tal über den neu angelegten und markierten Zustieg zum Alpeiner Ferner auf. Über den Gletscher ging es dann relativ flach zum Einstieg des SSW-Grats in der oberen Hölltalscharte und über den Grat in leichter Kletterei zum Gipfel. Auf dem selben Weg ging es wieder zurück zur Hütte, wobei das Alpeiner Tal anscheinend noch länger geworden war.

Der Lüsener Fernerkogel sollte unser Ziel für den letzten Tag sein, wobei sich ein Teil der Gruppe schon vorher für die Rinnenspitz entschieden hatte.

Die restlichen vier stiegen über das anspruchsvolle Rinnennieder und den Lüsener Ferner zur plattigen Wand, über die man den Rotgratferner und schließlich den Südgrat erreicht. Wieder ging es in leichter Kletterei zum Gipfel.

Nach dem Abstieg und einer Pause an der Hütte machten wir uns schließlich auf den langen Weg zurück nach Seduck.

Steffen Wolf