Im November stand noch eine Woche wandern am Gardasee im Programm. Weil eine Teilnehmerin kurzfristig verhindert war, fuhren wir nur zu dritt am Dienstag morgen los. Wir hofften natürlich auf eine Woche Sonnenschein und goldenes Herbstwetter.
Über zu wenig Sonne konnten wir uns an den ersten vier Tagen auch nicht beschweren. Unser erster Wanderstopp war in Dro, wo wir bei allerschönstem Wetter vom abwechslungsreichen Sentiero dell’ Anglone die Aussicht auf den nördlichen Gardasee genießen konnten. An den folgenden Tagen führten unsere Wanderungen auf den Cima Comer, den Monte Bestone und über steile Treppen hinunter ans Gardaseeufer. Eigentlich war dort ein Badestopp geplant, aber der Wind wehte derart kalt, dass uns das Baden verging.
Am fünften Tag war es mit dem Sonnenschein leider vorbei und wir bekamen immer mal wieder einen Tropfen ab. Sogar wilde Bären sind uns begegnet 😉! Das war an diesem Tag allerdings gar nicht das Schlimmste. Wir konnten immerhin zwei schöne kleine Wanderungen machen, ohne großartig nass zu werden. Ärgerlich war, dass unser Auto danach streikte, vom ADAC kurzerhand in eine Werkstatt abgeschleppt wurde und dann auch noch der Regen in Strömen vom Himmel fiel.
Das Auto wurde bis zur Heimfahrt nicht mehr repariert. Damit behielt Claudio, der Wirt der Dorfbar in Piovere, Recht. Er hat uns gleich am Abend darüber aufgeklärt, dass in Italien alles ein bisschen länger dauert. Immerhin bekamen wir unverhofft eine wirklich gute Pizza. Heimgefahren sind wir dann mit einem Mietwagen von Rovereto. Bis dorthin mit dem Taxi. Und zehn Tage später war ich dann schon wieder am Gardasee. Mit dem Zug bis Desenzano und dann 30 km per Faltrad nach Salo. Dort stand mein Auto, zwischenzeitlich endlich repariert. Naja, leider nicht so ganz. Aber das ist eine andere Geschichte.
Nadine